FLLE 2.0 – 3.3 Mio. Euro für „Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ und „Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen“

Kleinstunternehmer der Grundversorgung und Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen können im Rahmen des lokalen LEADER-Ansatzes mit FLLE 2.0 gefördert werden. Der neue Förderaufruf für das Jahr 2018 ist gestartet. Dafür stehen 3.3 Mio. Euro bereit.

Was ist FLLE 2.0?

Hinter FLLE 2.0 verbirgt sich eine ergänzende Fördermöglichkeit im Rahmen des lokalen LEADER-Ansatzes. Im Rahmen des LEADER-Ansatzes werden seit Anfang 2017 zwei neue Maßnahmen im Förderbereich „Integrierte ländliche Entwicklung“ der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) umgesetzt. Derzeit stehen 3.3 Mio. Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Wer und was kann gefördert werden?

Bei FLLE 2.0 greifen folgende Fördermöglichkeiten:

  • GAK 8.0: Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung (Unternehmen)
  • GAK 9.0: Förderung von Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen (öffentliche Träger)

Welche Randbedingungen gibt es?

In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Randbedingungen aufgelistet:

GAK 8.0GAK 9.0
Wer kann gefördert werden?

Eigenständige Kleinunternehmer mit weniger als 10 Mitarbeiter und einem Jahresumsatz von unter 2,00 Mio. € (nach EU-Empfehlung K(2003) 1422).

Nicht gefördert werden: landwirtschaftliches Einzelunternehmen oder Kooperationen, Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Apotheker;
Wer kann gefördert werden?

Gemeinden, Gemeindeverbände, Teilnehmergemeinschaften und deren Zusammenschlüsse sowie gemeinnützige juristische Personen, natürliche Personen, Personengesellschaften, sonstige juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie des privaten Rechts
Was kann gefördert werden?

Förderfähig sind: langlebige Wirtschaftsgüter inklusive des Erwerbs der Vermögenswerte einer Betriebsstätte, Aufwendungen für Beratungsdienstleistungen, sofern sie im Zusammenhang mit der Umsetzung des Investitionsvorhabens entstehen, Architekten- und Ingenieurleistungen, sofern sie im Zusammenhang mit der Umsetzung des Investitionsvorhabens entstehen.
Was kann gefördert werden?

Förderfähig sind:
der Kauf, die Errichtung und der Umbau von Gebäuden
der Innenausbau
der erforderliche Grundstückserwerb, soweit dieser 10 % der förderfähigen Gesamtausgaben nicht übersteigt
konzeptionelle Vorarbeiten und Erhebungen in diesem Zusammenhang
Projektausgaben für Architekten- und Ingenieurleistungen
Was kann nicht gefördert werden?

Nicht förderfähig sind:
der Erwerb von Gesellschaftsanteilen, soweit sie nicht zur Erfüllung des Zuwendungszweckes erforderlich sind,
der laufende Betrieb oder die Unterhaltung,
Ersatzinvestitionen, die Umsatzsteuer und unbare Eigenleistungen, Investitionen in Wohnraum, der Erwerb unbebauter Grundstücke, über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) förderfähige Vorhaben, Energiegewinnungsanlagen sowie damit zusammenhängende technische Einrichtungen, die nach EEG oder KWKG förderfähigen Strom oder förderfähige Wärme erzeugen, Umschuldungen und Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben, Anschluss-finanzierungen, Prolongationen;
Was kann nicht gefördert werden?

Nicht förderfähig sind:
der Erwerb von Geschäftsanteilen
Bau- und Erschließungsvorhaben in Neubau-,Gewerbe- und Industriegebieten
Leistungen der öffentlichen Verwaltung
der laufende Betrieb
Unterhaltung
der Erwerb unbebauter Grundstücke
Energiegewinnungsanlagen sowie damit zusammenhängende technische Einrichtungen, die nach EEG oder KWKG gefördert Strom oder Wärme erzeugen
Einrichtungen der medizinischen Versorgung, die über die lokalen Bedürfnisse der Bevölkerung in ländlichen Orten hinausgehen
Vorhaben, die Universitäten, Hochschulen oder Berufsschulen betreffen
stationäre Nahversorgungseinrichtungen für Waren und Dienstleistungen mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern
Ausgaben im Zusammenhang mit Plänen nach dem BauGB
Welche Zuwendungsvoraussetzungen gibt es?

Die Voraussetzungen müssen kumulativ vorliegen.

Berechtigter Zuwendungsempfänger (siehe Nr. 3.1)
Begünstigter Fördergegenstand (siehe Nr. 3.2)
Kosten betreffen keinen ausgeschlossenen Fördergegenstand (siehe Nr. 3.3)
Ort der Projektrealisierung in einer anerkannten LEADER-Region
Bestätigung Bedarf: Bestätigung des Bedarf der zuständigen Kreisverwaltung für die Bereitstellung des betreffenden Gutes oder der betreffenden Dienstleistung der Grundversorgung unter Berücksichtigung gleichartiger, bereits bestehender Einrichtungen in Ortsnähe

Nachweispflichten des Zuwendungsempfängers
erforderliche Qualifikation für die Führung des Betriebes (Ausbildungsabschluss)
Wirtschaftlichkeitskonzept
Sicherstellung der Gesamtfinanzierung, ggf. unter Vorlage einer Bankbestätigung

Doppelförderungsverbot
Keine gleichzeitige Inanspruchnahme anderer Förderprogramme für die betroffenen Ausgaben
Ausnahme: Kumulation mit Mitteln der KfW, der landwirtschaftlichen Renten- oder der Förderbanken der Länder, sofern die beihilferechtlichen Förderhöchstgrenzen nicht überschritten werden

Beihilferechtliche Grundlage:
De minimis-Regelung nach Verordnung (EU) Nr. 1407/2013.
Welche Zuwendungsvoraussetzungen gibt es?

Die Voraussetzungen müssen kumulativ vorliegen.

berechtigter Zuwendungsempfänger (siehe Nr. 4.1)
begünstigter Fördergegenstand (siehe Nr. 4.2)
für die Auswahl angenommene Zuwendung betrifft keinen ausgeschlossenen Fördergegenstand (siehe 4.4, siehe Nr. 4.3)
Doppelförderungsverbot = keine Förderung nach GAK 8.0
Kosten betreffen keinen ausgeschlossenen Fördergegenstand (siehe Nr. 4.3)

Ort der der Projektrealisierung
Ort ≤ 10.000 Einwohnern und
Ort liegt in einer anerkannten LEADER-Region

Bestätigung Bedarf
Bestätigung des Bedarfs für die Bereitstellung des betreffenden Gutes oder der betreffenden Dienstleistung der Grundversorgung unter Berücksichtigung gleichartiger, bereits bestehender Einrichtungen in Ortsnähe durch die zuständige Kreisverwaltung

Beihilferechtliche Grundlage:
De minimis-Regelung nach Verordnung (EU) Nr. 1407/2013.
Wie hoch sind die Zuwendungssätze?

Für Investitionen können Zuschüsse von 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben als De-minimis-Beihilfe gewährt werden.
Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 10.000 Euro. Die Festlegung der Kosten kann bis zu einem Investitionsvolumen von 50.000 Euro auf Basis von Pauschalen erfolgen.

Der Gesamtwert der einem Kleinstunternehmer gewährten Deminimis-Beihilfen darf 200.000 Euro bezogen auf einen Zeitraum von drei Jahren nicht übersteigen.
Wie hoch sind die Zuwendungssätze?

Die Zuwendungen werden als Zuschuss gewährt. Für die Finanzierung der Vorhaben können Zuschüsse in folgender Höhe gewährt werden:

60 Prozent der förderfähigen Ausgaben bei Gemeinden, Gemeindeverbände, Teilnehmergemeinschaften und deren Zusammenschlüsse sowie gemeinnützige juristische Personen

40 Prozent der förderfähigen Ausgaben bei natürliche Personen, Personengesellschaften, sowie nicht unter a) genannte juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie des privaten Rechts

 

Nach welchen Kriterien wird gefördert?

Entscheidend für die Förderung ist das Erreichen einer Mindestpunktzahl nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog (vgl. unten).

 

Weiterführende Dokumente

In den folgenden Dokumenten sind weitere / ergänzende Informationen rund um GAK 8.0 und GAK 9.0 enthalten.

Ministerschreiben

Anlage I – Förderaufruf

Anlage II – Auswahlkriterien

 

Wo gibt es weitere Informationen?

Ihr Regionalmanagement steht Ihnen bei Rückfragen selbstverständlich gerne zur Verfügung!

LEADER Regionalmanagement
02681/ 81-2182
sebastian.duerr@kreis-ak.de