Auftakt zum Netzwerk für Direktvermarkter und regionale Produkte im Westerwald

Die Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder“ der drei Landkreise Altenkirchen, Neuwied und des Westerwaldkreises hat für den 27. April 2016 auf den Hof Hagdorn eingeladen, um gemeinsam mit den Akteuren das Thema Direktvermarktung und den Aufbau entsprechender Strukturen zu diskutieren.

Ergebnisse

Zu der Veranstaltung konnten rund 60 Teilnehmer landwirtschaftlicher Betriebe, Händler, Züchter, Organisationen und Behördenvertreter begrüßt werden.

Berno Neuhoff Direktvermarkter Hof Hagdorn

Berno Neuhoff, Kreisverwaltung Altenkirchen, in der Diskussion mit den Teilnehmern des Direktvermarkter-Workshops.

Als zentrale Ergebnisse wurde festgehalten, dass das Regionalmanagement der LEADER-Region Westerwald-Sieg federführend die nächsten Schritte auf den Weg zum Netzwerkaufbau übernehmen wird – von den Teilnehmern wurde ein entsprechendes Mandat dafür erteilt.

Zur Koordination der weiteren Vorgehensweise soll eine Arbeits- bzw. Fachgruppe eingerichtet werden. Während der Veranstaltung haben sich hierzu bereits erste Interessenten gemeldet, mit denen sich das Regionalmanagement Westerwald-Sieg im weiteren Verlauf in Verbindung setzen wird.

Eine der wesentlichen Aufgaben dieser Arbeitsgruppe wird es sein, die entsprechenden Akteure in den drei beteiligten Landkreisen anzusprechen und einzubinden sowie Informationen zum Gesamtprozess bereitzustellen, aber auch durch Projekt- und Netzwerkarbeit das Vorhaben voranzutreiben.

Die Vorträge

Zur Einstimmung auf die anschließende Diskussion wurden den Teilnehmern in zwei Präsentationen erste Impulse rund um das Thema „Dachmarke Westerwald“ und „Direktvermarktung“ gegeben.

Berno Neuhoff, Kreisverwaltung Altenkrichen, Hof Hagdorn, Diskussion

Berno Neuhoff, Kreisverwaltung Aktenkirchen, in der Diskussion mit den Teilnehmern

Berno Neuhoff von der Kreisverwaltung Altenkirchen stellte in seinem Vortrag die Marke „Westerwald“ und die Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder“ vor.

Die Präsentation kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Sebastian Dürr vom Regionalmanagement der LEADER-Region Westerwald-Sieg ging in seiner Kurzpräsentation auf das Thema „Direktvermarktung“ ein und stellte zwei Initiativen (bergisch pur und Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall) vor.

Die Präsentation kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Ergebnisse der Diskussion, Ziele, Chancen und Projektideen

In der anschließenden Diskussion wurden mit den beteiligten Akteuren die Stärken, Schwächen, Ziele / Chancen sowie mögliche Projektideen diskutiert.

Hof Hagdorn, Direktvermarkter, Diskussion, Teilnehmer

Auch unter den Teilnehmern wurden viele interessante Gespräche und Diskussionen geführt.

Die Ergebnisse
Stärken und Schwächen der Region

Die Selbsteinschätzung der Teilnehmer hinsichtlich der Stärken der Region fokussierte sich vor allem auf folgende Punkte:

  • Menschen mit Ideen, Landwirte und Forstwirte erhalten die Landschaft
  • Landschaft, Menschen, Leben – Werte, die transportiert werden können
  • Label „Ausgezeichnet Westerwald!“ besteht bereits
    Es gibt eine Westerwälder-Identität

Eine mögliche Schwäche ergibt sich aus Sicht der Gastronomie bei der Verfügbarkeit regionaler Produkte sowie bei der Liefersicherheit bzw. –zuverlässigkeit.

Ziele und Chancen für die Region

In der Diskussion wurde eine Vielzahl von möglichen Chancen und Zielen für die Region benannt.

Erste Überlegungen zum Netzwerk Direktvermarkter und mögliche Prozessschritte

Den Teilnehmern war es wichtig, die potenziellen Teilnehmer in den Prozess einzubinden. Darüber hinaus wurde auch die wichtige Frage gestellt, welche Produkte in den „Warenkorb“ der passen bzw. für einen solchen Warenkorb benötigt werden.

Einigkeit bestand auch in der Frage, wie die Vermarktung erfolgen soll. Hier wurde klar kommuniziert, dass neben dem eigenen Hofladen auch andere Vermarktungswege offen bleiben müssen bzw. die Vermarktung über den lokalen Lebensmitteleinzelhandel bzw. ein regionales Regal die gleichzeitige Vermarktung über den eigenen Hofladen nicht ausschließt.

Gerade in der Vermarktung über den Lebensmitteleinzelhandel werden große Chancen gesehen. Weiter gefasst ergibt sich damit auch die Möglichkeit, die Produkte in den nahe gelegenen Ballungszentren zu vermarkten.

Nicht zu vergessen ist die Nutzung durch die Gastronomie in der Region – auch diese stellt einen interessanten Absatzmarkt und wichtigen Partner für das gesamte Vorhaben dar. Hier kann sich auch eine potenzielle Schnittstelle zu dem Projekt „Wäller Küche“ der Westerwald-Tourismus-Service ergeben, die gezielt lokale Produkte in die Gastronomie bringen möchte.

Nächste Schritte

Übereinstimmung herrschte bei dem Vorschlag, zur Koordination der weiteren Vorgehensweise eine Fachgruppe zu gründen. Im kleineren Kreis sollen dabei Ideen und Projektvorschläge entwickelt sowie Vorschläge für die weitere Vorgehensweise entwickelt werden. Die Fachgruppe wird regelmäßig über die erzielten Fortschritte berichten.

 

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